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Langsam aber sicher neigt sich die Golfsaison zu Ende und mit etwas Wehmut stelle ich fest, wie die Tage kürzer werden und die Sonne aus meinem Gesichtsfeld verschwindet. Als Kind, Jugendlicher und später als junger Erwachsener war es mir relativ egal, ob da draußen grad Sommer oder Winter war. Doch je älter ich werde, umso mehr kommt mir vor, brauche ich die Sonne. Ich liebe es im Freien zu frühstücken, auf der Hollywoodschaukel in der Sonne zu dösen und sogar die Arbeit macht unter freiem Himmel in kurzen Hosen mehr Spaß als sonst. Und wie genial Golf bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein ist, sollte ich an dieser Stelle vermutlich gar nicht erwähnen müssen.

Ich habe mich in diesem GolfBLOG vor ein paar Wochen recht philosophisch mit dem Thema Zeit beschäftigt und habe dabei dem Einstein seine Theorie aufgegriffen, dass Zeit etwas sehr subjektives ist. Jetzt kommt erschwerend hinzu, dass ich als Subjekt davon schwer betroffen bin. Nämlich dann, wenn der halbfeuchte Frühling im Mai zu Ende gegangen ist, dann tauche ich ein in dieses herrliche Sommergefühl. Mitte Juli habe ich dann das Gefühl, als ob der Sommer noch ewig dauert und sogar in den letzten August-Wochen sind Vorstellungen über irgendwelche Winteraktivitäten utopischer Nonsens. Doch dann gehts Schlag auf Schlag und so schnell kannst gar nicht September sagen, ist er auch schon wieder vorbei. Völlig ernüchtert stehe ich jetzt da und es ist Mitte Oktober und die Sonne geht erst um 7:00 Uhr auf und um kurz nach 18:00 Uhr verschwindet sie schon wieder.

Mich nicht falsch zu verstehen, ich mag den Herbst volle, weil ich diese Farben so mag – vor allem hier im Böhmerwald wo über hundert Kilometer ein gelber Laubwald den Fichten-Hochwald umrahmt. Aber die Sonne fehlt mir! Und es fehlt die sommerliche Zeit, welche ich im August scheinbar noch im Überfluss hatte.

Was hab ich mir für den vergangenen Sommer denn nicht alles vorgenommen! Wie wenig davon hab ich getan? Sind solche Gedanken die Zeichen des Älterwerdens? Ist es komisch, wenn ich die immer mehr werdenden Pensionisten in meinem Umfeld zunehmend beneide, dass sie deren Tage anders einteilen können als ich, der sich noch an Kunden-, Schulungs- und Gerichtstermine halten muss?

Auch heuer werden Karin und ich im November wieder für ein paar Wochen in die südliche Erd-Hemisphäre wechseln, um den Sommer künstlich noch um ein paar Wochen zu verlängern. Bis dahin möchte ich hier in good old Europe aber gefälligst noch ein paar sonnige Tage genießen, idealerweise mit sehr viel Golf. Golf kann man zwar auch bei Regen spielen, doch bei Sonnenschein ist es mehr als nur ein

SCHÖNES SPIEL 🙂

P.S.: Werd gleich mal den Stoffel und den Peters anrufen, ob die beiden am Samstag eine Runde mit mir gehen! Wir müssen das bissi Sonne ausnutzen!

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