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Es ist wieder soweit! Das ist der letzte Blog-Eintrag für dieses Jahr und somit das Ende meiner inzwischen 8.Golfsaison! Ich verlasse heute wie jedes Jahr für mehrere Wochen den grau-feuchten November Europas. Diesmal fliegen Karin und ich nach Mittelamerika – genauer gesagt nach Costa Rica und Nicaragua, um dort in die angeblich abwechslungsreichste Fauna und Flora der Erde einzutauchen. Ich werde bei einem kühlen costaricanischen Bier am pazifischen Strand an Euch denken und die mehrmonatige golflose Zeit durchaus genießen.

Fazit: Ein sportlich katastrophales Golf-Jahr liegt hinter mir! Mir geht’s wie meinem Lieblingsfussballverein RB Salzburg: ein Jahr ohne Hochs dafür einige schreckliche Tiefs. Böse Zungen behaupten, dass ich diese Saison so schlecht gespielt habe, dass ich sogar den Griff meiner Ball-Angel erneuern müsste. Jedenfalls erneuern musste ich mein geliebtes 3er-Holz, welches mich mit einer unglaublichen Präzession seit Anbeginn meines nunmehr 8-jährigen Golfer-Lebens begleitet hat. Nachdem ich Putter, alle Eisen, 5er-Holz und Driver schon in früheren Jahren gewechselt habe, war es der letzte Schläger seiner Art! An mein neues 3er-Holz muss ich mich erst gewöhnen – es könnte aber eine gute Partnerschaft daraus entstehen. Vor allem weil gegen Ende der Saison, mir auch dank ihm, doch noch ein paar richtig coole Runden ausgekommen sind. Im Gegensatz zu meinem Driver, der heuer das ganze Jahr nicht mitspielen durfte und zu Hause im Heizraum wie in einem Gefängnis gehalten wurde. Nächstes Jahr bekommt er Freigang – mal sehen ob er mich wieder so enttäuscht wie vorletztes Jahr?

Mein Handicap liegt zwar inzwischen auf 12,4 aber ich war im Laufe des Sommers gefühlt bei einer 20. Bei Turnieren bin ich eher auf Seite 2 zu finden gewesen und würde ich als Präsident nicht meist selbst die Siegerehrungen moderieren, würde ich gar nicht mehr auffallen. Das diesjährige „annual Golf-Tournament“ gegen meine Golffreundin Christoph habe ich zwar mit einer fulminanten Aufholjagd gewonnen, aber nicht weil ich so stark war, sondern weil der Christoph gegen Ende der Saison geschwächelt hat. „Den“ Wanderpokal musste ich dagegen dem Jochen überlassen und im clubinternen Matchplay bin ich schon in Runde eins ausgeschieden. Ausser mit dem Jochen, dem Christoph und meiner Karin hatte ich auch mit vielen anderen Menschen durchaus schöne und ereignisreiche Stunden am Platz. Natürlich mit meinen Eltern und dazu mit Adi, Albert, Alex, Armin, Bernd, Christian (3*), Edgar, Enzio, Ernestine, Franz, Günther, Hans, Irmgard, Jutta, Kenny, Kurt, Manfred, Marcela, Michaela, Nicky, Norbert, Peter, Rainer, Reinhold, Roland, Rosemarie, Sabina, Sandra, Sven, Tobias, Ulrike, Uwe und Walter und das sportliche Highlight – die heurige Golfreise mit meinem Papa, meinem Göd und neu meinem Cousin Hannes nach Tschechien! Neben den 5 Super-Plätzen in Tschechien (Pilsen, Königswart, Karlsbad, Franzensbad und Marienbad) sind mit GC Ennstal-Liezen, dem GC Klopeinersee, dem Golfcourse St. Veit/Längsee, dem GC Wolfsberg und dem GC Schloss Ernegg auch noch 5 neue österreichische Plätze auf meiner „Golfkarte“ dazugekommen. Ebenfalls neu, dass im Golfpark Böhmerwald vor ca. 2 Wochen das erste Querfeldein-Turnier stattgefunden hat – somit wurde der Platz in einer völlig neuen Bahnenkonstellation gespielt: Ergebnis = sehr sehr lustig! Aber wie im Vorjahr halte ich fest: das schönste am Golf ist gar nicht das Golf – es sind die Menschen die es mit Dir teilen!

Aber wie die meisten von Euch inzwischen wissen, habe ich ja nicht nur ein sportliches Engagement am Golfplatz, sondern seit 2015 auch als Präsident des GC Böhmerwald und seit August diesen Jahres gemeinsam mit meinem Kollegen Christian Keuschnig als Geschäftsführer der Golfpark Böhmerwald GmbH & CoKG. Wir haben da ein schwieriges Erbe angetreten und vor allem haben wir betriebswirtschaftlich noch viele Baustellen an denen wir arbeiten. Extrem auch die vielen Rechtsstreitigkeiten vor Gericht die aber alle zu unseren Gunsten entschieden wurden. Das mein Vater Rechtsanwalt ist und zugleich Golfer – half in der Sache natürlich sehr. Ich habe 44 Jahre alt werden müssen, dass ich ihn mal als Anwalt vor Gericht brauche. Auch wenn die Prozesse zu unseren Gunsten entschieden wurden bzw. die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingestellt wurden, diese Erfahrung hätte ich im Leben nicht wirklich gebraucht. Aber wenn es Ungerechtigkeit gibt, falsche Anschuldigungen und Ehrenbeleidigungen, dann muss ich mich wehren.

Der Rechtsstreit mit Geiger und die persönlichen Empfindlichkeiten so manch anderer, haben uns in unserer Entwicklung schwer gehemmt. Aber nichts destotrotz haben wir heuer unseren Mitgliedern und Gästen einen ziemlich coolen Golfplatz zur Verfügung gestellt. Das Feedback darüber war genial und diese positive Mundpropaganda hilft ungemein! Die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Verbänden, Schulen, Zeitungen und anderen Vereinen trägt erste kleine Früchte und auch wenn noch Fehler passieren, ich bin inzwischen soweit, dass Wort „Zweck“ aus dem Wort „Zweckoptimismus“ zu streichen.

Man mag mir vorwerfen ein unverbesserlicher Optimist zu sein und ich weiß, viele hätten schon im vergangenen Winter den ganzen Krempel hingeworfen. Aber ich bin hart im Nehmen, ehrgeizig, durchaus diplomatisch und finanziell von niemandem abhängig. Es gilt für mich das Motto: Aufgegeben wird nur ein Brief!

Bevor du den Brief aufgeben kannst, musst du ihn aber zuerst schreiben. So ist das auch beim Bloggen! Zuerst brauchst eine Idee, dann die Zeit zum Schreiben und dann die Leser! Und für die vielen – mir oft unbekannten Personen – hier und heute ein kleines Dankeschön, dass ihr mich begleitet und mir wegen der Rechtschreibfehler die mir passieren ein Auge zudrückt. Wir sehen uns hoffentlich im April 2017 mit weiteren kleinen, satirischen, ungewöhnlichen und manchmal nachdenklichen Geschichten aus meiner wunderbaren Welt des Golf!

SCHÖNEN WINTER 🙂

P.S.: Mal schauen ob nach dem Golfer Obama der Golfplatzbauer Trump der nächste US-amerikanische Präsident wird?

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