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Vor 2 Tagen hätte in Österreich die Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl stattfinden sollen. Betonung liegt auf hätte! Denn wie inzwischen der letzte politisch halbwegs interessierte Mitteleuropäer mitbekommen hat, musste die Wiederholung der Wahl verschoben werden, weil der Kleber der ausgegebenen Briefwahlunterlagen im September nicht geklebt hat. Österreich ist halt ein Land der Sacklpicker und nicht der Kuvertpicker! Zur Wiederholung der Stichwahl ist es deshalb gekommen, weil es bei der Stichwahl zu Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen gekommen ist. Das wäre auch gar nicht aufgefallen, wenn der Abstand der beiden Kandidaten nicht so (arsch)knapp (O-Ton Van der Bellen) gewesen wäre. So hat der VfGH mal genauer nachgeschaut und siehe da, dass Geschlampe ist eh mehr oder weniger viele Jahre lang Usus gewesen. Die unsympathische Aneinanderkettung von Geschlampe und peinlichen Pannen muss in der Geschichte von modernen Demokratien wohl ihresgleichen suchen.

República das Bananas

Aber wir brauchen uns gar nicht aufregen, denn wenn ich mir so die Hintergründe in manchen Unternehmen ansehe, dann ist dieses Gewurschtle nicht nur in der Politik sondern auch bei vielen Firmen Standard. Sei es beim Geld, beim Thema Mitarbeiter, bei der Kundenkommunikation, bei der internen Kommunikation, bei der Zusammenarbeit mit Lieferanten und noch vieles mehr. Da wird sehr oft Pi*Daumen gerechnet, Pünktlichkeit eher unterbewertet und auch sonst herrscht chaotische Unprofessionalität an allen Ecken und Enden. Ganz schlimm ist es dann, wenn es nicht einmal das eigene Geld ist, welches man verwaltet oder vielleicht sogar mehren soll. Dann werden Mitarbeiter mitunter recht kreativ und kratzen nicht selten am Strafgesetzbuch. Frei nach dem österreichischen Motto: „A bissi was geht immer!“. Betonung liegt hier auf Österreich: nicht Griechenland, nicht Italien, nicht Nigeria und nicht Simbabwe: Länder auf die der gelernte Österreicher gerne herabblickt, weil die dort faul, mafiös oder generell korrupt sind. Davon einmal abgesehen, dass der Österreicher ohnehin glaubt, auch noch 100 Jahre nach der Habsburger-Monarchie immer noch der Nabel der Welt zu sein und gerne auf alle anderen runterschaut.

Zurück zur Korruption! Diese als Einzelperson zu organisieren ist meist sehr schwierig. Du brauchst ein paar Freunde und ein paar zu unrecht Begünstigte, die mit dir die Korruption leben und gemeinsam mit dir davon profitieren. Ob AKH-, LUCONA-, BUWOG- oder HYPOALPEADRIA-Skandal, bei keinem der Konstrukte war ein Einzelner der Betrüger. Es war eine Ansammlung von Lumpen – selten Lumpinen. Man kennt sich, man hilft sich, man bedient sich, man beugt die Gesetze und man schaut über Regeln hinweg. Sowas wie die BUWOG oder Nichteinhaltung der Wahlauszählunszeiten sind doch nur die Spitze des Eisbergs.

Auch wenn wir es nicht gerne hören und gerne verdrängen, ich denke wir leben hier in einer kleinen alpinen Bananenrepublik, wo der Einzelne sich gegenüber der Allgemeinheit einen persönlichen Vorteil verschaffen will. Vielen ist das gar nicht bewusst, dass sie die Allgemeinheit betrügen. Vielen ist das gar nicht bewusst, dass nur sie selbst einen Vorteil an bestimmten Aktionen haben. Und vielen ist das gar nicht bewusst, dass sie andere schädigen.

In meinem kleinen EP-Unternehmen bin ich für mich selbst verantwortlich. Weiters für den digitalen Erfolg meiner Kunden, die Ausbildung meiner Schüler und Studenten und für eine professionelle Sachverhaltsdarstellung vor Gericht. Im Golfpark bin ich für die korrekte Handhabung der Mitgliedsbeiträge mitverantwortlich – sowohl beim Einnehmen als auch beim Ausgeben. Wir sind für ein gesundes Wirtschaften verantwortlich – ohne Harakiri! Wir sind dafür verantwortlich Rücklagen zu bilden und wir sind dafür verantwortlich, dass die Gesetze eingehalten werden.

Es ist jetzt eine Gruppe im Golfpark aktiv, die ehrlich und korrekt arbeitet. Keine Tricks, kein Erschleichen von Vorteilen und keine Bevorzugung von Amigos. Die selben Regeln für ALLE! Genau das sollte Standard sein und wird von unseren Mitgliedern verlangt! Fehler können passieren – aber Fehler sind menschlich. Der Rucksack den wir uns da umgehängt haben ist schwer – aber ich bin optimistisch, dass dort ein Licht am Ende des Tunnels ist: hoffentlich kein entgegenkommender Güterzug – gefüllt mit Bananen!

SCHÖNES SPIEL 🙂

P.S.: Sollte das am 4.12. mit der Wahl wieder nix werden, bin ich für einen Münzwurf. Wichtig nur, dass der Werfer sehr neutral ist – nicht , dass man dem eine Nähe zu einem der beiden Kandidaten unterstellt. Auch die Münze sollte kein €uro und auch kein Schilling sein, denn beide Währungen sind ja befangen. Ideal also ein US$ – wobei man hier in Sachen TTIP sehr aufpassen muss! Ach was: soll ich Euch was sagen: „Wir fragen einfach den HeiFisch ob er nicht doch wieder zurückkommt!“

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