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Für gewöhnlich schaut mein golferischer Jahres-Bio-Rhythmus so aus, dass ich am Anfang des Jahres einen rechten Käse spiele. Dann kommt ein 2 bis 3-wöchiges Hoch – gefolgt von einem 2 bis 3-wöchigen Tief. Dann fahre ich mit meiner Verwandtschaft in den einwöchigen Golfurlaub. In diesem Urlaub wendet sich dann das Blatt und ich komme als halber (oder zumindest achtel) Tiger Woods zurück in die Heimat. Im Frühherbst kommt nochmals ein kleiner Einbruch und gegen Ende der Golfsaison werde ich dann immer besser und besser, bevor mich der Winter jäh aus meinem Höhenflug reisst und ich nach dem Winter wieder schier bei null beginne!

Doch heuer kam es anders, obwohl mich der Winter (oder eigentlich wars ja gar kein Winter, sondern eher eine verlängerte Grippewelle) wie gewohnt schwach in den Frühling ausgespuckt hat. Aber anstelle, dass mich die April- und Mai-Sonnen haben golferisch erblühen lassen, kam ich nicht und nicht in die Gänge. Ein 36-Loch-Golfmarathon bei uns im Golfpark Böhmerwald hat mich dann nochmals gebrochen und danach scheint mir bin ich noch schlechter geworden. Die Golfreise nach Tschechien hat mich zwar ein paar wunderschöne Bahnen spielen lassen, aber im grossen und ganzen war wieder kein Aufwind zu spüren.

Der Rest des Julis und der Anfang des Augustes war dann Regen und statt, dass ich die Zeit nutzen würde auf die Driving Range zu gehen, um einfach nur zu üben, habe ich mich oft waschlnass durch die Löcher gequält. Als Mitte August nun der Sommer endlich kam, habe ich es dann übertrieben und bin urlaubsbedingt zehn Tage am Stück auf den Golfplatz gegangen. Das Fazit dieser 10tägigen Golfaktion: ich bin von Tag zu Tag schlechter geworden, ich habe mir meinen Lieblingsschläger abgebrochen, den Wanderpokal an den Jochen und damit nach München verloren, ich bin körperlich am Ende und geistig ein Wrack. Meine Bälle slicen und drawen in alle erdenklichen Richtungen. Ich verliere Bälle an Stellen von denen ich gar nicht gewusst habe, dass wir die am Golfplatz haben. Ich putte wie ein Anfänger – obwohl das eine meiner Stärken ist. Und wenn ich mal einen guten Schlag habe, dann bringt der nächste den Abflug ins Gemüse. Jeder Abschlag ist eine potenzielle Gefahrenquelle und mit dieser Unsicherheit stehe ich ungelenk auf selbigem.

Ich habe mir jetzt einmal selbst mindestens für 10 Tage Golfplatzverbot verschrieben. Das ist dringend notwendig, denn ich erleide gerade das Schicksal vom (auch wenn nur ein Achterl) Woods: ein golferischer Niedergang der Seinesgleichen sucht!

Aber ich habe letzte Woche gelesen, dass er (der Woods) seine Rückkehr in den Profi-Zirkus plant. Und jetzt schöpfe ich Hoffnung, dass wenn er (der Vollständige) es schafft, vielleicht auch ich (das Achterl) es auch wieder hinbekomme! Wenn nicht, dann schwöre ich … hmm … was schwöre ich?

Ich schwöre nicht zu jammern, denn auch wenn ich nicht gut spiele: ich liebe diesen Sport, ich liebe es diese 18 Löcher irgendwie zu bewältigen, ich liebe es mich dabei zu quälen. Auch wenn ich restlos „übergolft“ bin, Golf ist und bleibt ein unglaublich

SCHÖNES SPIEL 🙂

 

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