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Wir schwitzten uns seit Anfang Juli durch die Tage und Nächte, die Wespen liefen bei jedem Getränk am abendlichen Esstisch halb Amok und sogar den arabischen Gästen in Zell am See war es zu heiß und sie dürsteten nach einer Aircondition. Das war er – der Sommer der Superlative! Auf die gesungene Frage aus dem Jahre 1971: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer, so ein Sommer wie er früher einmal war! Antworten wir: Tja lieber Rudi Carell! 2015!

Am vergangenen Samstag hat die Hitze jetzt wohl ihr jähes Ende genommen und echter Regen zog über das Schnitzelland. Und schon denke ich sehnsüchtig zurück, denn das geile Wetter hat schon seine Vorteile: So selten wie heuer musste ich meinen Rasentraktor glaub ich überhaupt noch nicht starten, denn ohne Wasser kein Rasen! Die Photovoltaikanlage am Hausdach brummt wie ein Bär, dass die Energie AG in Linz vermuten muss, dass wir da im Wald ein privates Atomkraftwerk betreiben. Und die Haustiere tragen keinen Dreck in die vier Wände – höchstens etwas Wüstensand!

Aber so eine regenlose Zeit bringt auch jede Menge Probleme. Der Wald hat die Produktion von Schwammerl defacto eingestellt. Man muss jegliche körperliche Arbeit in die frühesten Morgenstunden oder in die Nacht verlagern. Viele Menschen verlernen endgültig das Autofahren – zugleich steigt das allgemeine Agressionspotenzial. Und selbst den Journalisten der Kronen Zeitung wird das Sommerloch inzwischen zu lang.

Richtig schlecht ist so ein Sommer auch für den gemeinen Golfer, der es ja – schottisch kultiviert – gewohnt ist, dass es regnet und windet. Schweissgeplagt kämpfen wir uns über die 18 Bahnen. Die Fairways werden gelb und braun, weil der Greenkeeper mit dem Bewässern nicht mehr nachkommt. Bälle gehen verloren, weil wir es nicht schaffen ihnen beim Flug in die Sonne nachzublicken. Greenfee-Spieler die für das wirtschaftliche Überleben eines Golfplatzes so immens wichtig sind, meiden die Hitze des Golfplatzes und gehen lieber an den Badesee oder hoch in die Berge.

Aber ich möchte hier und heute eine golferische Lanze für die Sonne und den Super-Sommer brechen. Bedenkt:

  • Je heisser es ist, umso weiter fliegen die Bälle!
  • Je trockener der Boden ist, umso weiter rollen die Bälle nach der Landung!
  • Je wärmer es ist, umso länger kann man sich am Golfplatz aufhalten!
  • Je weniger Greenfeespieler, umso mehr freie Startzeiten für einen selbst!
  • Je trockener die Grüns, umso weniger graben sich die Bälle bei der Landung in den Boden!
  • Je wärmer es ist, umso heisser sind die Röcke der Golf-Damen!
  • Der Bunkersand ist staubtrocken und leichter spielbar!
  • Die Wasserhindernisse ausgetrocknet und Tauchbälle liegen jetzt am sandigen Ufer!
  • Schläger, Bag und Trolley sind nach der Runde so sauber wie am Anfang und man spart sich das Waschen am Brunntrog!
  • Die Spikes an den Schuhen sind sauberst und man verschwendet keine Zeit auf einem Bein stehend am Gebläse!
  • Je heisser es ist, umso mehr Hugo bzw. Bier darf man nach der Runde trinken!

Und last but not least! Bedenkt auch:

  • Wenn es mehr geregnet hätte, dann wäre der Rasen daheim schneller gewachsen, wir hätten demnach zu Hause mehr Rasen mähen müssen und hätten weniger Zeit für Golf gehabt!

In diesem Sinne wünsche ich mir, ein sofortiges Ende der aktuellen Regenzeit und dass der Herbst 2015 so wird wie der heurige Sommer. Wenn geht, können wir das ganze gerne jedes Jahr wiederholen.

SCHÖNES SPIEL 🙂

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