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Nicht das es Zeit wäre – geschweige denn vor der Tür steht, aber habt ihr euch schonmal überlegt, was nach eurem Ableben auf eurem Grabstein stehen soll? Oder noch schlimmer, was würden andere über Euch sagen, wenn ihr mal nimma im Diesseits herumtorkelt.

Im Internet gibt es jede Menge Profile, die einen schon jetzt dazu auffordern, ein paar Zeilen über sich selbst zu formulieren. Ich vermute es geht Euch dabei wie mir und ihr habt bei diesen Feldern auch eine Schreibblockade. Ereignisse beschreiben – ja, Situationen kommentieren – ja, über Politiker lästern – ja … Aber sich selbst beschreiben müssen?

Wenn ich mich selbst beschreiben müsste, dann fallen mir viele Wörter ein die auf -er enden: Weltreisender, Vielredner, Fairnessfanatiker, Gassigeher, Sushiesser, Problemlöser, Agnostiker, Pinzgauer, Rechtshänder, Quizdueller, Weißweintrinker, Bergradler, Blogger, Wichtigpimpler, Golfhandschuhverschleisser, WIFI-Trainer, Kinoschauer, Verliebter, Pistencarver, Spiegelleser, Schlechtsänger, Querdenker, Sachverständiger, Tatortgucker, Kinderflüsterer, Operngeher, WLANsucher, Whirlpooler, Fussballschauer und Hörbuchhörer.

Was aber wenn da in dem Feld nicht so viel Platz ist? Ich könnte es ja mit einem einzigen Satz versuchen: 

  • Stephan Waltl ist meist schneller als es ihm selber lieb ist!

Oder 

  • Stephan Waltl nimmt erfolgreich am Wettbewerb „Oraler Durchfall“ teil.

Oder 

  • 75.000 gefahrene Autokilometer im Jahr sind um 90% zu viel!

Oder

  • A Kurs beim Waltl erspart Dir den Eintritt ins Kabarett.

OKAY- das sagt viel aus über meine Wenigkeit. Aber schreibt man sich sowas auf den Grabstein? Besser nicht! Drum schreib ich mir was ganz was kurzes auf den Grabstein:

Stephan Waltl (1971 bis voraussichtlich 2053)

„Schönes Leben – schönes Spiel :-)“

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