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  • Ein guter Rhythmus in der Musik lässt uns wippen, tanzen, mitsingen, shazamen oder zumindest schunkeln.
  • Ein guter Rhythmus beim Sport lässt uns längere Strecken laufen, genauer zielen oder schöner Schwingen.
  • Ein guter Rhythmus im Arbeitsleben, lässt uns auch schwierige Situation leichter bewältigen.

In der Biologie sind Rhythmen regelmäßig wiederkehrende Zustände von Organismen. Als Beispiel sind die jährlich wiederkehrenden Wanderungen der Lachse zu den Laichplätzen und Quellen oder der Zug der Störche in den Süden und wieder retour.

Irgendwie sind ja auch wir Menschen sowas wie Organismen – obwohl ich mir durch das ganze Plastik in meinem Leben nicht mehr wirklich wie ein Organismus vorkomme – aber das ist eine Geschichte für sich. Jedenfalls haben auch wir Menschen einen Rhythmus: wann wir essen, wann wir schlafen, wann wir aufs Klo gehen und scheinbar auch wann wir allmorgendlich im Stau stehen.

Ich selber bin – allein schon beruflich bedingt – ein Mensch mit wenig Rhythmus. Mein Leben wird oftmals von den Bedürfnissen meiner Kunden oder neuen digitalen Errungenschaften fremdbestimmt. Da ich aber nicht erst seit gestern als Consultant unterwegs bin, habe ich mich daran gewöhnt. Und jetzt sind wir beim Stichwort: Consultant!

In Zeiten von Hochegger, Meischberger, Mensdorff-Pulli und Co. hat das Wort Berater in Österreich so einen schalen Beigeschmack bekommen. Unternehmensberater sind Menschen die Firmen beraten – wie eben auch ich. Aber – und das ist mir jetzt sehr wichtig – ich bin weder Lobbyist oder Finanzierungsberater, sondern ich habe mich darauf spezialisiert, Unternehmen dahingehend zu beraten, wie und wo man sich im Internet gut positioniert, um neue Kunden/Gäste zu finden. Eigentlich ein ehrenwerter Beruf – möchte man glauben. Aber durch die oben genannten Personen, traut man sich das gar nicht mehr laut zu sagen. Ich habe schon des öfteren gehört: Unternehmensberater sind Menschen, die mit dem eigenen Betrieb gescheitert sind und jetzt den Anderen gegen Bezahlung sagen, wie man es richtig macht.

Es gilt der Spruch: Wenn jemand glaubt, dass ein Unternehmensberater Unternehmen berät, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet. 

Ich möchte meinen eigenen Berufsstand nicht schlecht machen. Aber hin und wieder bekomme ich schon große Augen, wenn ich so höre, was einem nicht alles von Beratern eingeredet wird. Gerade in meiner Branche! Da werden Unternehmer beinahe genötigt eine Unternehmens-Seite auf Facebook einzurichten – obwohl sie maximal die Chance auf 100 Fans haben – Mitarbeiter und Familienmitglieder eingeschlossen. Dann redet man dem Unternehmer noch ein, ab sofort auch zu twittern und ohne Google+Account ist man sowieso nicht mehr lebensberechtigt. Dann sitzt er da der Unternehmer – vor seinem nagelneuen – vom Unternehmensberater teuer eingerichteten twittfacegooglegram-Account und fragt sich als nächstes: WTF soll ich denn da jetzt jeden Tag hinschreiben? Soviel passiert bei mir in der Firma ja gar nicht – und Zeit für sowas habe ich auch keine!

Ich oute mich jetzt als ein Berater, der seinen Kunden empfiehlt einen BLOG oder zumindest regelmäßige News-Beiträge in deren Webseite zu schreiben. Die Hintergründe sind eher technisch. Google durchsucht das Internet nach Wörtern. Wenn man die richtigen Wörter ins eigene Web reinschreibt, dann findet die der Herr Google und schiebt dir deine Webseite für diese Wörter nach oben. Sowas hört jeder gerne – und der Unternehmer wäre durchaus motiviert da mitzumachen. Aber es scheitert entweder wieder an den fehlenden Ressourcen oder an den Ideen.

Ich weiss natürlich: Nicht jeder ist zum Schreiben geboren, aber ein paar Zeilen kann jeder verfassen. Ein paar Bilder dazu – Fertigbeton! Aber man hat mich eines Besseren belehrt und gesagt, sowas geht nicht. Und dann hab ich leichtsinniger weise geantwortet: sicher geht das! Ich werde es beweisen!

Tja: lange Rede – kurzer Sinn. Dieser golfBLOG ist genau deshalb entstanden, weil ich den Beweis antreten wollte, dass man sehr wohl einmal die Woche einen Beitrag im Internet verfassen kann. Tja: und das war vor 2 Jahren, dass ich hier erstmalig etwas veröffentlicht habe. Tja: und wie es aussieht hab ich diesen Rhythmus durchgezogen. Obwohl ich ehrlicher weise zugebe, mir mit Golf ein Thema rausgesucht zu haben, das so dermaßen viele Geschichten und Übertreibungen fabriziert, dass es leichter ist, als wenn man zum Bleistift über eine Autowerkstatt oder als ein Versicherungsmakler bloggen soll.

Autowerkstatt und Versicherung sind eh supa – aber Golf ist halt das

SCHÖNERE SPIEL 🙂

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