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Vor ein paar Tagen habe ich eine sehr gute Freundin von mir angerufen, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Und wie es halt bei solchen Telephonaten ist, spricht man über das Älterwerden und darüber wie man sich auch selbst verändert. Ich habe in diesem Telephonat prognostiziert, dass je älter man ist, man immer schrulliger wird. Ob dieser Theorie hat besagte Freundin mir am Telephon mitgeteilt, dass ich bereits „schrullig“ wäre! Was ich natürlich sofort und vehement zurückgewiesen habe. ICH BIN DOCH NICHT SCHRULLIG!

Seit diesem Telephonat beschäftigt mich aber diese Aussage doch mehr als ich erwartet habe und mir fallen plötzlich Dinge an mir auf, die , wenn ich mich objektiv betrachte, vielleicht sogar wirklich „schrullig“ sind! Und das schlimmste an der Sache, diese Dinge haben meistens mit Golf zu tun!

Plötzlich fällt mir auf, wie oft ich eigentlich das Wort HANDICAP verwende. Plötzlich fällt mir auf, wie oft ich mit meiner linken Hand (ohne Schläger) einen kurzen Golfschwung simuliere, wie ich meine Schultern dehne oder die Grundstellung zum Abschlag einnehme. Ich habe begonnen Golfbälle zu sammeln und sie am Klo aufzureihen. Ich fädle meine Glücks-Schnürsenkel von einem Golfschuh in den nächsten. Der Glücks-Ballmarker vom Gut Altentann (den mir die Christl mal geschenkt hat) wird von einem Golfhandschuh zum nächsten vererbt. Ich trage auch ausserhalb des Golfplatzes meine Garmin S2 Uhr, damit ich jederzeit die Entfernung zum nächsten Green bestimmen kann (aktuell grad 12.076 Meter). Die Tees die ich verwende müssen ein ganz spezielles Aussehen haben und ich habe mir angewöhnt primär gelbe statt der gewöhnlich weissen Bälle zu spielen. Wenn ich wo spazieren gehe, erwische ich mich dabei neben der Strasse nach verlorenen Golfbällen Ausschau zu halten, obwohl gar kein Golfplatz in der Nähe ist und wenn ein Wind weht, dann reisse ich ein kleines Rasenbüschel vom Boden aus, werfe es in die Luft, um zu kontrollieren, in welche Richtung ich denn schlagen müsste: das auch wenn ich gar nicht am Golfplatz stehe!

Vermutlich gibt es noch viele solcher Schrulligkeiten die mir Golf in meinem Leben als Homo sapiens eingebrockt hat. So bin ich also innerhalb von nur wenigen Jahren, die ich diesen Sport betreibe vom Homo sapiens zum Homo sapiens golfiensis mutiert. Hoffentlich verliere ich mit der Zeit nicht den Status des sapiens! Ein Homo golfiensis allein – wäre mir nun doch zu wenig!

SCHÖNES SPIEL 🙂

P.S.: OK Julia, hast recht: ich bin schrullig!

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