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Das Wichtigste vorneweg: Ich lasse mich doch von so einer verkalkten Schulter nicht aus dem Rhythmus bringen und so melde ich erfreut: Ich bin wieder da: voller Elan, voller Lebensfreude und mit den alten Schwächen! Und derweil habe ich fix darauf gehofft, dass ich nach meinem Totalausfall und die erzwungene 10tägige Pause, ich als Weltklasse-Golfer zurück auf die nationale Bühne trete.

Der eine oder andere unter Euch weiss vielleicht, dass ich mir vor einigen Jahren mir eine berufliche Auszeit gegönnt habe. In dieser Zeit habe ich mich in Deutschland und Österreich als Fitnesstrainer betätigt. Habe Ausbildungen zum Thema Kraft- und Ausdauertraining besucht, mich intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigt. Dazu Kurse zum Thema Spinning, Pilates, Laktat-Testing uvm. Ich selber war damals ein halber Strich in der Landschaft, habe diverse Ganz- und 1/2-Marathons bestritten und war vor allem ein sehr ausdauernder Bergläufer. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, denn sie haben meinem Körper nicht nur gut getan: aber ich bereue sie nicht und ich habe viel über Fitness, Sport und auch mich selbst gelernt.

Dieses Wissen brauche ich nicht wirklich oft, aber hin und wieder ist es doch nicht ganz umsonst. So wissen z.B. viele nicht, dass beim Muskel-Aufbau-Training nicht nur das Training selbst entscheidend ist für die Entwicklung eines Muskels, sondern eher die Pause danach! Wenn man einen Muskel z.B. mit Hanteln trainiert, dann „zerstört“ man durch das Training Muskelzellen. Diese Zellen werden dann in der Trainingspause wieder vom Körper „repariert“. Und da der Körper kein Trottel ist (nicht so wie unser Geist), macht der die zerstörten Zellen etwas kräftiger, dass wenn der Typ wieder auf die Idee kommt zu trainieren, dass ihm das Zerstören schwerer fällt! Dadurch wachsen unsere Muskeln in alle Richtungen, irgendwann schaust aus wie der junge Arnold Schwarzenegger und wirst Gouverneur von Kalifornien.

Da mein Geist auch größtenteils nicht zurechnungsfähig ist, hat sich mein Geist überlegt, dass wenn mein Körper jetzt 10 Tage lang nicht Golf spielt, dass sich mein Körper dann so super regeneriert und er danach ein sensationelles Golf spielt. Jetzt habe ich das live ausprobiert und kann bestätigen, dass diese kaputtmach-inderpausebessermach-Theorie beim Golf überhaupt nicht anzuwenden ist. Eher sogar im Gegenteil: denn mein Körper spielt jetzt nach der Pause noch schlechter als vorher und langsam aber sicher denke ich mir, dass mein Körper vielleicht gar nicht Golfen kann oder will! Und langsam aber sicher ärgere ich mich recht über meinen unwilligen Körper! Denn mein Geist will unbedingt mal ein paar Birdies spielen, der kann sich auch mit einem Hole-in-One anfreunden und der kann sämtliche Matchplays und Zählwettspiele gewinnen. Und was tut der Körper? Nix! Ich glaube, dass bei mir nicht der Geist der Dodl ist, sondern der Körper! Wenn das der Fall ist … dann habe ich echt ein Problem!

SCHÖNES SPIEL 🙂

P.S.: Heute Nachmittag gebe ich meinem Körper noch eine Chance! Wehe der lässt mich wieder in Stich!

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