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Wenn man(n) einem Nicht-Golfspielenden-Menschen erzählt, dass man ein begeisterter Golfer wäre, dann bekommt man von seinem Gegenüber eine der drei folgenden Reaktionen:

  1. Nein, dafür bin ich noch zu jung …
  2. Nein, das ist mir zu zeitaufwendig …
  3. Nein danke, ich habe noch Sex!

ad 1.) Ob man für Golf zu jung oder zu alt ist, kann und möchte ich heute hier nicht analysieren. Ich weiss nur, dass, wenn ich so früh mit dem Golfsport angefangen hätte, wie ein Bernd Wiesberger, dann würd ich jetzt auf der „Tour“ spielen. Man kann also nicht zu jung sein für Golf, höchstens zu alt!

ad 2.) Das man für Golf viel Zeit braucht, ist grundlegend richtig. Soweit ich das mitbekomme, braucht man aber auch für einen Mountainbike-Ausflug Zeit, man braucht für einen Triathlon Zeit, man braucht fürs Schwammerlsuchen Zeit und man braucht für ein gutes Buch auch jede menge Zeit. Ausser natürlich man fährt mit dem Mountainbike nur einmal ums Haus, der Triathlon besteht aus 5 Meter schwimmen, 10 Meter Radln und 8 Meter Laufen, man begnügt sich mit 2 giftigen Schwammerl oder man liest im Drehbuch von Conan der Barbar die Textstellen von Arnold Schwarzenegger. Da ist man dann relativ schnell am Ende.

ad 3.) Ich frage mich schon seit längerem, warum hat der Golf-Sport eigentlich so eine asexuelle Aura? Hat das damit zu tun, dass so viele alte Menschen Golf spielen und dass wenn man älter wird, die Lust am Sex vergeht? Oder hat es wirklich damit zu tun, dass man, damit man in diesem Sport besser wird, stundenlang am Golfplatz herumstrawanzt und keine Zeit mehr hat für den inner- oder ausserehelichen Beischlaf?

Ich möchte heute einmal eine Lanze für die Sexualität im Golfsport brechen! Denn ich denke, dass Golf ein unglaubliches sexuelles Potential zu bieten hat; und zwar allein schon auf Grund der verwendeten Namen und Utensilien:

Da hätten wir mal die LÖCHER, in diese Löcher steckt man einen STANGE (damit man die Löcher von weitem sehen kann)! Gespielt wird das ganze mit BÄLLEN und (für die SM-Freunde unter uns) mit SCHLÄGERN die die Bälle schlagen. Wenn man den Ball perfekt trifft, dann nennt man das Ergebnis EINLOCHEN. Bei den Spielformen gibt es neben dem Zählspiel noch das LOCHSPIEL oder wenn mehr Leute spielen, auch einen DREIER oder VIERER. Wenn man nicht so gut ist, dann fliegen die Bälle in den Wald, wo das eine oder andere Pärchen womöglich ungestört sein möchte. Problematisch wirds dann, wenn man mit jemanden im Wald ist, der offiziell gar nicht mit dem anderen im Wald sein sollte. Das nennt man dann HANDICAP! Und auch die Grundposition beim Schlag selbst hat – bedingt durch den rausgestreckten Hintern – natürlich etwas sehr Erotisches! Und nach der Runde geht man dann ins Clubrestaurant – wobei ich hier das Clubrestaurant des Golf Club Lana Nahe Meran empfehlen möchte: der Name des Lokals = G-Punkt.

Wie ihr seht: von wegen Golf ist asexuell – Golf ist absolut antörnend! Und ich bin froh, dass ich diese Woche am Klopeinersee Mountainbiken bin! Und wenn ich von dem anstrengenden Bergtouren genug habe und Lust bekomme, dann gibt es hier in der Gegend auch einen netten Golfplatz … übrigens mit viel Wald!

SCHÖNES SPIEL 🙂

P.S.: … und vielleicht schaffe ich in meinem Golfer-Leben einmal eine 69er-Runde!

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