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Jeder Golfer hat so seinen eigenen Schwungstil und bei manchen fragt man sich: wie kann der eigentlich mit so einem komischen Bewegung den Ball überhaupt treffen – geschweige denn, dass dieser danach auch noch in die richtige Richtung fliegt. Horden von Golftrainern schlagen die Hände über den Kopf zusammen.

Aber was sind schon diese katastrophalen Golfbewegungen gegen das „Setup“ beim Putten? Bevor ich hier ins Detail gehe: noch für alle Nichtgolfer die Erklärung, was denn ein Setup ist: das ist vereinfacht gesagt die „Grundstellung beim Golf“ – noch bevor man ausholt und weit bevor man den Ball trifft und dann durchzieht. Dieses Setup (so behaupten es zumindest Horden von Golftrainern) ist ausschlaggebend für einen guten Golfschlag. Es beginnt mit dem richtigen Griff des Schlägers und endet bei der Standbreite der Füße. Da gibt es ganz klare Regeln, die von der Länge des Schlägers oder auch von der Neigung des Golfplatzes abhängig sind und mit denen möchte ich euch nicht langweilen.

Diese Regeln gelten grundsätzlich auch am Green beim Putten – aber hier gesteht man jedem Spieler so seine eigenen „Besonderheiten“ zu. Einer meiner „Lieblings-Putter“ kommt aus dem Lungau. Ich möchte keinen Namen nennen, aber der Rudi Baier weiss wen ich meine. Warum wird klar, wenn ich berichte, dass sein Putt-Stil ganz stark ans HERMINATING. Fast wie in Abfahrtshocke steht er über seinem Ball, visiert lange und intensiv und schiebt für gewöhnlich den Ball am Loch vorbei. So tief wie der Kollege da am Green hockelt, kommt der Hermann Maier nur wenn der unten in der Kompression von der Kitzbühler Mausefalle landet. Und das schlimmste ist: man darf nicht lachen, denn am Green herrscht absolute Ruhe und wer weiss schon wie man selbst beim Putten aussieht?

Ebenfalls lustig ist alles was vor dem Putt passiert – vor allem das „Lesen des Greens“. Hier geht es darum rauszufinden, welche Neigung das Green auf dem Weg zwischen Ball und dem Loch hat. Die ganz coolen schauen sich das gar nicht an – vermutlich weil sie die Neigung „erspüren“ andere wiederum liegen halb am Boden (und da gehöre ich dazu) um nur ja die letzte Unebenheit zu erkennen. Beide Golftypen schieben dann aber für gewöhnlich den Ball am Loch vorbei und benötigen dann eine schnelle Ausrede. Wer in Sachen Ausreden nicht so versiert ist, bekommt hier kostenlos eine Auswahl an den gängigsten Kommentaren für einen verschobenen Putt:

  • FÜR FALSCHE LÄNGEN:
    „Die Greens sind heute aber extrem schnell!“ bzw. „Die Greens sind heute aber extrem langsam!“ : Diese beiden Grund-Aussagen kann man übrigens während einer 18-Loch-Runde mehrmals abgeben – auch in Abwechslung!
  • FÜR DIE FALSCHE RICHTUNG:
    „Ich habe ein Break gesehen!“ oder „Wieso breakt denn der Ball nicht, wenn da ein Break ist?“ oder „Ich habe das Break erst nach dem Loch gesehen!“
  • SONSTIGES:
    – Eine immer passende Aussage die absolutes Verständnis der Mitspieler hervorruft ist der Spruch: „Jetzt bin ich an der Pitchmarke (Einschlaglöcher von Golfbällen) hängengeblieben! Es ist Wahnsinn dass die keiner ausbessert!“ oder
    – „Das vorbeifahrende Auto (alternativ Zug, Helikopter, F16-Bomber, U-Boot uä.) hat mich abgelenkt!“ oder
    – „Der Wind!“ – der passt immer! Sogar beim Putten!

SCHÖNES SPIEL 🙂

P.S.: Der Rudi Baier ist übrigens einer meiner Lieblingskunden, ein absolut liebenswerter Kerl und – soviel Zeit muss sein – kann ich jedem einen Golfurlaub in seinem www.wastlwirt.at und eine Golfrunde mit ihm nur wärmstens empfehlen!

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