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Als Mann ist man eigentlich immer unter Druck! Und ich spreche hier nicht von Leistungsdruck, sondern davon, dass man dem weiblichen Geschlecht gefallen und gegenüber dem männlichen Mitbewerb keine Schwäche zeigen möchte.

Schlägt man sich bei der Heimarbeit mit dem Hammer auf den Finger, dass dieser blutend und zerquetscht vor einem liegt, dann kann man nicht losheulen und nach der Rettung schreien, sondern „Mann“ muss indianermäßig die Zähne zusammenbeissen und cool sowas wie: „ist nur ein kleiner Kratzer“ oder „ich hab eh noch 9 andere Finger“ sagen. Oder wenn man beim Autofahren von einem Ferrari rechts überholt wird, dann darf man nicht gleich einen: „Du Vollkoffer – derwischen solln sie dich die Kapperlständer“ hinterherbrüllen, sondern muss sowas verständnisvolles sagen wie: „er wirds halt eilig haben“ oder „so ein Ferrari ist schon was Feines“.

Beim Golf ist das genau anders rum! Dort darf man leiden, wenn man den 10 cm-Putt verschiebt, den Abschlag ins Out donnert oder mit dem ganzen Golfbag ins Wasserhindernis plumpst. Da darf „mann“ weinen, fluchen, jammern und man darf auch „Fuck“ sagen!

Was man dagegen aber nicht machen darf ist „Jubeln“! Wenn man einen grenzgenialen Abschlag hat, dann darf „mann“ nicht rumhüpfen wie ein Rumpelstielzchen, nicht die Säge machen und STRIKE brüllen oder die Fahne rausreissen wie beim Fussball nach einem Tor! Man muss beim Golf ganz dezent bleiben und sowas von sich geben wie: „Gar nicht so schlecht“ oder „in letzter Zeit gelingt mir das immer öfter“ oder „heute sind die Greens aber leicht zu lesen“. Für den Gegner ist das die ultimative Demütigung und die Frauen stehen mit offene Mund neben dir und sie werden Dich spätestens beim Damenabschlag um ein Autogramm bitte!

SCHÖNES SPIEL 🙂

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